Sitz- und Tischkonzepte im Innenbereich des Schiffes

Gedankengänge und Inspiration

Das Kalfatern ist eine traditionelle Methode aus dem Schiffsbau. Dabei werden die Stöße zwischen hölzernen Schiffsplanken mit Baumwolle und Holzteer abgedichtet. Die Baumwolle wird mit einem speziellen Kalfathammer in die Nähte geschlagen und anschließend mit Holzteer versiegelt. Dieses Verfahren diente bei dem Entwurf der Tische und Bänke als Inspirationsquelle. In die genuteten Tischplatten aus geöltem Douglasienholz wurden schwarze, geradlinige Intarsien, aus einem besonders robusten und gleichzeitig flexiblen, schleifbaren Kunststoff eingelassen. Durch diese moderne Umsetzung des Kalfaterns, wird die Verbindung von Tradition und zeitgenössischem Produktdesign akzentuiert.

Die traditionelle Technik des Kalfaterns wird optisch aufgegriffen. Gleichzeitig wird ein Sponsoringprodukt gezielt in Szene gesetzt.

Realisierung und technische Umsetzung

Die Unterkonstruktion der Tische und Bänke besteht aus gewalztem Flachstahl. Das Tischbein besteht aus einem u-förmigen Biegeteil, welches an der Oberseite mit einem Zwischenstück verschweißt wird. Diese Bauweise stellt eine effiziente Produktion sicher, da zwei geschweißte Eckverbindungen wegfallen.

Die Tische werden mit einer Nut- und Federverbindung einseitig in die Fensterbank eingehakt, was dazu führt, dass die Tische auf der Höhe der Fensterbank beliebig verschoben werden können. Da der Schiffsinnenraum für diverse Anwendungsbereiche und ganz unterschiedliche Arten von Events genutzt wird, müssen die Tische leicht auszutauschen bzw. zu verstauen sein können. Dadurch, dass die Tische nur einseitig ein Bein haben, sind sie besonders leicht stapelbar. So sind sie perfekt auf den Anspruch einer extrem platzsparenden Lagerung zugeschnitten.

Nut- und Federverbindungen halten die Tische einseitig an der Fensterbank.